Wasser marsch und voller Einsatz: Jubiläum der Kinderfeuerwehr Lauenförde – Meinbrexen
Mit Kinderflamme 1 und Brandfloh feierten 43 junge Brandschützer einen actionreichen Tag voller Herausforderungen, Teamgeist und Überraschungen.
Lauenförde. Vor 15 Jahren wurde in Lauenförde ein Meilenstein für die Nachwuchsarbeit in der Feuerwehr gelegt: Die Gründung der Kinderfeuerwehr war 2010 der offizielle Startschuss für eine Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert. Was damals als kleine Initiative begann, hat sich inzwischen zu einer festen Größe in der Samtgemeinde Boffzen und darüber hinaus entwickelt.
Anlässlich des 15-jährigen Bestehens wurde nun groß gefeiert – und zwar nicht nur mit Rückblicken, sondern auch mit einer bedeutenden Veranstaltung der Kreis- Jugendfeuerwehr Holzminden: In Lauenförde fanden die Abnahme der „Kinderflamme 1“ und des „Brandflohs“ statt. Insgesamt 43 Kinder aus dem gesamten Landkreis Holzminden stellten sich den Herausforderungen. Allein 23 von ihnen kamen aus den Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Boffzen.
Franziska Rodenberg, Fachbereichsleiterin der Kreis-Jugendfeuerwehr Holzminden, zeigte sich begeistert von der regen Beteiligung: „Es ist schön zu sehen, wie viele junge Brandschützer sich mit Freude und Engagement beteiligen. Kinder aus Eschershausen, Bodenwerder, Stadtoldendorf, Hehlen, Negenborn, Polle und natürlich aus der Samtgemeinde Boffzen haben hier heute ihr Wissen und Können unter Beweis gestellt.“
Und das war durchaus anspruchsvoll – denn am Tag der Prüfung war den Kindern die Aufregung deutlich anzumerken. Sie mussten nicht nur in der Praxis zeigen, was sie im Umgang mit den Gerätschaften der Feuerwehr gelernt hatten, sondern auch ihre Fitness unter Beweis stellen und eine theoretische Prüfung absolvieren. Rund um das Feuerwehrgerätehaus und in den Räumlichkeiten herrschte den ganzen Samstag über reges Treiben. Die Organisation hatte Karl-Heinz Wittenberg, verantwortlich für die Kinderfeuerwehr Lauenförde-Meinbrexen, gemeinsam mit seinem Team fest im Griff.
Die Begeisterung der Kinder war unübersehbar: So stand etwa der zehnjährige Kim von der Kinderfeuerwehr Stadtoldendorf an der Kübelspritze, als es hieß: „Wasser marsch!“ Kräftig wurde gepumpt – und der neunjährige Ben sowie der achtjährige Bran hielten das Strahlrohr sicher in der Hand, zielten auf die simulierte Brandstelle und meisterten die Aufgabe mit Bravour. Danach ging es direkt weiter zur nächsten Station.
Auch ein Hindernisparcours war zu absolvieren – trotz Temperaturen über 30 Grad. Doch die kleinen Feuerwehrleute ließen sich davon nicht beeindrucken: Mit Freude sprangen sie über Bänke, krochen unter Tischen hindurch und setzten anschließend ein Puzzle zusammen – mit Teilen, die sie während des Wettkampfs bei sich tragen mussten.
In der Theorieprüfung mussten sie u. a. die Notrufnummer nennen, ihre eigene Adresse wissen, das richtige Verhalten im Brandfall erklären und viele weitere Fragen beantworten – eine wichtige Vorbereitung auf den möglichen späteren Dienst in der Jugendfeuerwehr.
Für eine besonders willkommene Überraschung sorgte Franziska Rodenberg: Die Fachbereichsleiterin hatte allen teilnehmenden Kindern bei diesen tropischen Temperaturen eine große Portion Eis mitgebracht – die begeistert angenommen wurde.
Die Anfänge der Kinderfeuerwehr Lauenförde gehen auf das Jahr 2009 zurück, als Karl-Heinz Wittenberg und Maike Klages die Idee entwickelten, Kindern frühzeitig Werte wie Gemeinschaft, Verantwortung und Hilfsbereitschaft zu vermitteln. Die offizielle Gründung erfolgte 2010. Die erste Leitung übernahm Kerstin Küster, unterstützt von Heike Göhrke und Kordula Fricke. Von Beginn an stand neben spielerischer Wissensvermittlung vor allem Teamgeist und soziales Miteinander im Mittelpunkt.
Mit zehn Kindern begann damals die Reise – Namen wie Dominik, Kelly, Lisa, Julian, Katharina und viele mehr gehörten zu den ersten Mitgliedern. Heute blickt die Kinderfeuerwehr auf zahlreiche Aktivitäten, Wettbewerbe und Auszeichnungen zurück. Besonders stolz ist man in Lauenförde auf mehrere Kreismeistertitel in den vergangenen Jahren – darunter 2015, 2016 und 2023.
„Die Kinderfeuerwehr hat sich über all die Jahre stetig weiterentwickelt und dabei vielen Kindern nicht nur Freude bereitet, sondern auch wichtige Werte vermittelt“, so die Betreuerinnen. „Wir hoffen, dass sie auch in den kommenden Jahren so erfolgreich bestehen bleibt und weiterhin viele junge Menschen für das Ehrenamt begeistert.“









