„Zuckersüßer Spuk im Schloss“ – Kinder zeigen ihr fotografisches Talent im Museum Schloss Fürstenberg
Fürstenberg. Ein Hauch von Zucker, Glitzer und Gespensterstimmung lag am Freitag ( 24.10.2025) über dem Museum Schloss Fürstenberg. In der Besucherwerkstatt herrschte reges Treiben, als zehn Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 13 Jahren ihre ganz persönlichen Kunstwerke präsentierten – entstanden im viertägigen Fotografie-Workshop unter dem Motto „Zuckersüßer Spuk im Schloss“.
Der Workshop wurde in den Herbstferien durchgeführt und verwandelte das Museum in eine lebendige Back- und Fotowerkstatt. Die Teilnehmenden kamen aus Paderborn, Godelheim, Höxter und Boffzen – und alle waren mit Begeisterung dabei, ihre süßen Kunstwerke ins rechte Licht zu rücken. Unter Anleitung der Museumspädagogin Isabel Pagalies und mit Unterstützung der Fotografin Claudia Warneke entstanden kleine Meisterwerke. Aus einfachen Keksen wurden Geister, Monster und grinsende Kürbisse – verziert mit Zuckerdeko, Schokostreuseln und essbarem Glitzerpulver.
Auf feinem Porzellan arrangierten die Kinder ihre fantasievollen Kreationen und fotografierten sie anschließend mit dem Smartphone. Mit Hilfe eines Makroaufsatzes konnten sie tief in die Welt der Food-Fotografie eintauchen und lernten, wie wichtig Licht, Perspektive und Schärfentiefe für ein gelungenes Bild sind. Schon nach kurzer Zeit wirkten ihre Fotos erstaunlich professionell – und zeigten, dass in jedem Kind ein kleiner Künstler steckt.
Zum Abschluss des vom Kulturrucksack NRW geförderten Projekts wurde die Besucherwerkstatt am Freitag zur Vernissage. Schon am Eingang begrüßten Lina, Sophie und Jule die Gäste mit liebevoll verpackten Keksen – natürlich selbst gestaltet. Eltern, Großeltern, Geschwister und interessierte Besucher waren gekommen, um die Ergebnisse zu bestaunen. Die Kinder präsentierten stolz ihre Werke, erzählten von ihren Ideen und erklärten, wie sie ihre Motive entwickelt hatten.
Besonders auffällig war die Arbeit der 13-jährigen Lea, die zu ihrem bemalten Keks eine fantasievolle Geschichte erfand: In einem dunklen Wald klopfen Geister an ein Haus, um Süßes oder Saures zu verlangen – doch der kleine Geist im Inneren weiß sich zu wehren. Ihre Geschichte, wie auch die der anderen Teilnehmenden, war über einen QR-Code neben dem Foto abrufbar – ein modernes Detail, das großen Anklang fand.
Jedes Kind hatte zwei Fotos ausgewählt, mit einem kurzen Text versehen und an den Wänden der Besucherwerkstatt präsentiert. So entstand eine bunte Mischung aus Fantasie, Kreativität und handwerklichem Geschick. Auch das Publikum durfte selbst aktiv werden und versuchte sich an Makro- und Top-Down-Aufnahmen – ein Spaß, der Jung und Alt begeisterte.
Zum Abschluss gab es Applaus, stolze Gesichter und natürlich – Kekse. Bei Getränken und Gebäck ließen Eltern, Kinder und Besucher den Nachmittag gemütlich ausklingen. „Es war schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder bei der Sache waren“, freute sich Isabel Pagalies. „Sie haben nicht nur fotografieren gelernt, sondern auch Teamarbeit, Geduld und einen Blick fürs Detail entwickelt.“
Wer die fantasievollen Arbeiten selbst bestaunen möchte, hat dazu Gelegenheit:
Die Ausstellung „Zuckersüßer Spuk im Schloss“ ist noch bis 28. November 2025 in der Besucherwerkstatt des Museums Schloss Fürstenberg zu sehen.
Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Montags bleibt das Museum geschlossen.







