Licht, Musik und gelebte Nächstenliebe: St.-Martinsumzug in Boffzen
Boffzen. Wenn bunte Laternen leuchten und Kinder fröhlich singen, dann ist St. Martin nicht weit – so auch am Montagabend in Boffzen. 116 Kinder hatten sich zum traditionellen St.-Martinsumzug angemeldet, der von der evangelischen Kirche in der Bachstraße bis zur Alten Bücherei in der Mühlengrube führte. Begleitet von Eltern, Großeltern und Freunden zogen sie mit ihren liebevoll gestalteten Laternen durch das Dorf.
Bevor der Umzug startete, versammelten sich alle auf dem Kirchplatz. Dort wurde die Geschichte des heiligen Martin aufgeführt – jenes römischen Soldaten, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Und als plötzlich wirklich St. Martin hoch zu Ross erschien, war die Überraschung groß. Eindrucksvoll teilte er seinen roten Mantel mit dem armen Mann – ein Moment, der Kinder wie Erwachsene gleichermaßen berührte. Umrahmt wurde das kleine Schauspiel von bekannten Laternenliedern, die von den Konfirmanden begleitet wurden. Für die musikalische Stimmung sorgte außerdem Miro Witte, der die Lieder mit seiner Trompete stimmungsvoll untermalte.
Nach dem Segen von Pastorin Bertha-Bolte Wittchen setzte sich der lange Zug in Bewegung. Angeführt von St. Martin auf seinem Pferd zogen die Kinder durch die herbstlich beleuchteten Straßen, begleitet von Eltern und Helfern. An der Alten Bücherei angekommen, wartete eine süße Belohnung: Für jedes Kind gab es einen Stutenkerl, der mit leuchtenden Augen entgegengenommen wurde.
Ein besonderer Dank galt der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Boffzen, die für Sicherheit sorgte, sowie der Evangelischen Kirche, dem Verein Boffzen Aktiv e. V. und der Kindertagesstätte Himmelsleiter, die gemeinsam diesen stimmungsvollen Abend organisiert hatten.
So wurde der St.-Martinstag in Boffzen nicht nur zu einem schönen Erlebnis für die Kinder, sondern auch zu einem lebendigen Zeichen für Gemeinschaft, Musik und Mitmenschlichkeit.









