„Weißes Gold“ und „edles Glas“ locken Hunderte nach Fürstenberg
Fürstenberg. Hunderte Sammler, Liebhaber und Schnäppchenjäger zog es am Sonntag zum Porzellan- und Glasflohmarkt auf Schloss Fürstenberg. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 30 Grad verwandelten mehr als 60 Verkaufsstände den historischen Schlosshof und den Bereich vor der Porzellanmanufaktur in ein Paradies für Freunde des „weißen Goldes“ und edler Glasobjekte.
Vor der eindrucksvollen Kulisse der zweitältesten Porzellanmanufaktur Deutschlands präsentierten Händler rund um das Lindenrondell historische Kaffeeservices, kunstvoll bemalte Teller, Vasen, Figuren, hochwertiges Glas und zahlreiche weitere Sammlerstücke. Daneben fanden Besucher auch dekorative Einzelstücke und Geschirr zu Preisen, die selbst für den kleinen Geldbeutel erschwinglich waren.
Große Auswahl für Sammler und Schnäppchenjäger
Den größten Verkaufsstand präsentierte – wie sollte es auch anders sein – der Freundeskreis Fürstenberger Porzellan. Die Ehrenamtlichen boten eine große Auswahl an originalem Fürstenberg-Porzellan an – von edlen Tellern, Schalen und Vasen bis hin zu Figuren und Gebrauchsgegenständen. Besonders die preiswerten Angebote erfreuten sich großer Beliebtheit und wechselten im Laufe des Tages vielfach den Besitzer.
Trotz der hochsommerlichen Temperaturen herrschte an den Verkaufsständen durchgehend reger Betrieb. Immer wieder nahmen Besucher einzelne Stücke in die Hand, verglichen Dekore oder begutachteten komplette Services.
Dass sich der Flohmarkt längst weit über die Region hinaus einen Namen gemacht hat, zeigte ein Blick auf den Parkplatz am Krugbrink. Dort standen Fahrzeuge mit Kennzeichen aus Göttingen, Kassel, Hann. Münden, Hannover und weiteren Städten. Für viele Besucher hatte sich die Anreise gelohnt – sei es wegen eines lange gesuchten Sammlerstücks oder eines besonders günstigen Fundes.
Experten lüften manches Geheimnis
Ein besonderer Anziehungspunkt war erneut die Expertisenstunde im Trauzimmer des Schlosses. Von 12 bis 16 Uhr beantwortete Museumsleiter Dr. Christian Lechelt Fragen rund um mitgebrachtes Porzellan. Glasobjekte begutachtete der aus der Fernsehsendung „Kunst und Krempel“ bekannte Glasexperte Dr. Dedo von Kerssenbrock-Krosigk. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, mehr über Alter, Herkunft und Herstellung ihrer Erbstücke oder Flohmarktfunde zu erfahren. Angaben zum Marktwert machten die Sachverständigen aus rechtlichen Gründen jedoch nicht. Für viele Besitzer war es dennoch spannend, mehr über die Geschichte ihrer Porzellan- und Glasobjekte zu erfahren.
Ergänzt wurde das Programm durch eine öffentliche Sonntagsführung durch das Museum. Besucher, die ein Stück Fürstenberg-Porzellan mitgebracht hatten, profitierten zudem von einem vergünstigten Museumseintritt.
Mit vollen Taschen nach Hause
Als sich der Flohmarkt am späten Nachmittag dem Ende näherte, wurden die Kartons und Einkaufstaschen auf dem Weg zum Parkplatz immer voller. Viele Besucher hatten ein lang gesuchtes Sammlerstück oder ein besonderes Schnäppchen gefunden und traten zufrieden die Heimreise an. Der Porzellan- und Glasflohmarkt unterstrich die Bedeutung von Schloss Fürstenberg als Treffpunkt für Sammler, Liebhaber und Freunde hochwertiger Porzellan- und Glaskunst. Das historische Ambiente, die fachkundige Beratung, während der Expertisenstunde und das vielfältige Angebot an mehr als 60 Ständen machten den Flohmarkt erneut zu einem Anziehungspunkt für Besucher aus der Region und weit darüber hinaus.
















