Stahle feiert mit Herz, Musik und neuen Majestäten
Stahle. Pfingsten 2025 stand im Höxteraner Ortsteil Stahle im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Die Schützengesellschaft Stahle von 1575 e.V. beging ihr 450-jähriges Bestehen. Vier Tage lang bestimmten Musik, Zeremonien, Begegnungen und der Wechsel der Majestäten das Dorfleben – begleitet von unbeständigem Wetter und einigen improvisierten Momenten.
Den Auftakt bildete am Samstagabend der Große Zapfenstreich. Aufgrund der Witterung fand die Zeremonie nicht wie geplant unter freiem Himmel, sondern im Festzelt statt. Dort marschierten die Schützen unter dem Kommando von General Andreas Borgolte ein, begleitet von der Blaskapelle Stahle und dem Tambourcorps Stahle. Die feierlichen Elemente – darunter das Gebet, der Choral „Ich bete an die Macht der Liebe“ und die Nationalhymne – entfalteten auch im Zelt ihre Wirkung.
Im Anschluss endete die zweijährige Regentschaft von Stefan und Friederike Potthoff. Nach der offiziellen Verabschiedung durch Vorsitzenden Niklas Heine, der dem scheidenden Paar die Insignien abnahm, folgte ein letzter gemeinsamer Tanz mit dem Hofstaat – ein emotionaler Moment, der von den Gästen mit langem Applaus begleitet wurde.
Die neuen Majestäten heißen Wladimir und Ida Schmidt. Sie wurden ebenfalls von Niklas Heine in ihr Amt eingeführt. Zu ihrem Hofstaat gehören Alex Peters und Simone Korte, Constantin und Angelique Lücke, Patrick und Johanna Specht, Sahra und Jörg Pikos sowie Ramona und Thomas Specht. Ihre Amtszeit ist – wie in Stahle üblich – auf zwei Jahre angelegt.
Auch bei den Jungschützen gab es einen Wechsel: René Ahrend und Adriana Schwiete übernahmen die Königswürde. Ihr Hofstaat setzt sich aus Jakob Ostermann, Tim Kluth, Jan-Luca, Dennis Schoppmeier, Kevin Bandowski, Leonie Schulz, Lisa Schoppmeier, Lara Roloff, Philine Schwiete und Lea Linnenberg zusammen.
Ein besonderer Moment des Abends ereignete sich, als der frühere Vorsitzende Ulf Fiege gemeinsam mit Schlagersängerin Anni Perka auf die Bühne trat und mit ihr den Song „Dürfen wir das?“ sang. Der spontane Auftritt wurde vom Publikum mit großem Beifall aufgenommen.
Am Sonntag mussten die Veranstalter auf das Wetter reagieren. Starke Regenfälle und stürmische Böen machten den geplanten Festumzug unmöglich. Stattdessen wurde im Festzelt eine improvisierte Parade abgehalten, bei der die beiden Königspaare unter Applaus der zahlreichen Gäste einmarschierten.
Am Pfingstmontag besserte sich das Wetter. Der Festumzug konnte am Nachmittag wie geplant stattfinden. Entlang der Straßen wurden die Königspaare und ihre Hofstaaten von vielen Schaulustigen empfangen – ein Höhepunkt im Festprogramm, der am Vortag noch ungewiss war. Am Dienstag endeten die Feierlichkeiten mit dem traditionellen Schützenfrühstück. Tambourcorps und Blaskapelle begleiteten den Vormittag musikalisch. In Erinnerung bleibt ein Fest, das Geschichte und Gegenwart miteinander verbunden hat – trotz wetterbedingter Anpassungen und gerade auch durch die Vielfalt seiner kleinen, persönlichen Momente


















